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Was sind Einmalhandschuhe? 

Einmalhandschuhe sind spezielle Handschuhe. Sie schützen Patienten und Fachkräfte gleichermaßen vor Infektionen, finden meist Verwendung im Gesundheitswesen und werden nach ihrem Einsatz direkt entsorgt. Weitere Einsatzgebiete: in Labors, für Reinigungskräfte, in der Lebensmittelindustrie sowie als Friseur Handschuhe, etc. Das Material der Wahl? Üblich ist die Herstellung aus Vinyl, Latex oder Nitril.

 


Einmalhandschuhe

1. Welches Material?
2. Vinylhandschuhe, Latexhandschuhe oder Nitrilhandschuhe?
3. Einmalhandschuhe wofür?
4. Einmalhandschuhe nach europäischer Norm 455 (DIN EN 455)
5. Handschuhe gepudert oder ungepudert? Vorteile & Nachteile

 


1. Einmalhandschuhe – Welches Material?

Vorteile und Nachteile von Handschuhen aus Vinyl, Latex oder Nitril

Handschuhe sind im medizinischen Bereich unabkömmlich, zählen zu den essenziellen Verbrauchsmaterialien und schützen vor Infektionskrankheiten oder Kreuzkontamination beim direkten Kontakt mit dem Patienten - und zwar auf beiden Seiten!

Beim Kauf von Einmalhandschuhen steht das Material im Mittelpunkt bei der Kaufentscheidung. Die Wahl fällt meist zwischen den drei Hauptmaterialien, sofern Anwender nicht auf Handschuhe aus Polyethylen (PE-Folie) setzen, so wie sie in der Regel in der Lebensmittelindustrie oder auch als Friseurhandschuhe genutzt werden.

Die Anatomie der Hand wird ebenso berücksichtigt wie eine notwendige Bewegungsfreiheit. Das Material ist besonders reißfest, robust und sicher bei gleichzeitig dünner Beschaffenheit. So bieten die Untersuchungshandschuhe genügend Tastempfindlichkeit. Je nach Ausführung sorgt ein texturierter Fingerbereich zudem für Griffigkeit. Die Handschuhe können beidseitig getragen werden und überzeugen durch ihre hautfreundliche Beschaffenheit. Dank hoher Elastizität moderner Materialien ist das An- und Ausziehen der Einmalhandschuhe schnell und einfach.

 

 

2. Vinylhandschuhe, Latexhandschuhe oder Nitrilhandschuhe? Je nach Anwendung!

Einmalhandschuhe - Vinylhandschuhe, Latexhandschuhe oder Nitrilhandschuhe Je nach Anwendung!

Latexhandschuhe sind die Klassiker unter den Einweghandschuhen. Beim Anwender können sie jedoch Allergien auslösen. In diesen Fällen bieten sich Nitrilhandschuhe oder Vinylhandschuhe an. Nur bei der Passform und der chemischen Beständigkeit gibt es Abstriche bei den Vinylhandschuhen.

Nitrilhandschuhe hingegen sind ebenso frei von Latex, überzeugen aber darüber hinaus mit einem den Latexhandschuhen ähnlichen Tragegefühl. Dazu kommt gute Elastizität und Reißfestigkeit.

 

 

3. Einmalhandschuhe wofür?

Welche Arbeitssituationen verlangen den Einsatz von Einmalhandschuhen?

 

Zu den Indikationen von Hautschutzmaßnahmen in Form von Handschuhen zählen:

- Gifte
- Infektionserreger
- Ätzstoffe
- Allergene
- Irritantien
- Oder das Erleichtern der Hautreinigung

 

„Einmalhandschuhe bieten Schutz vor aggressiven Substanzen und infektiösen Materialien“. Sie dürfen jedoch „nicht länger als erforderlich getragen werden. Dabei sollten Handschuhe möglichst rechtzeitig gewechselt werden (Richtwert: 15 bis 30 min)“, so Dr. Ute Pohrt, BGW*

 

Je nach Materialeinsatz eignen sich die Einmalhandschuhe für unterschiedlichste Anwendungen und Einsatzgebiete. Je nach Situation, muss hier individuell entschieden werden. Sie finden meist Einsatz im medizinischen Bereich - bei der Pflege von älteren oder kranken Personen - da sie vor Krankheitserregern schützen und wasserdicht sind. Bitte bedenken Sie: Wasserdicht ist nicht gleich chemikaliendicht.

 

Weiterhin praktisch: der Einsatz bei Tätigkeiten, wobei viel Schmutz oder Farbe im Spiel ist. Sei es beim Pflücken und Sortieren von Blättern, bei der Versorgung und Behandlung von Patienten, in der Küche oder der Verarbeitung von Fisch.

 

 

Einmalhandschuhe - Die gängigsten Normen und Risiken:

- EN 420: Allgemeine Anforderungen
- EN 455: Für den medizinischen Gebrauch
- EN 388: Mechanische Risiken
- EN 374: Chemikalien und Mikroorganismen

 

 

4. Einmalhandschuhe nach europäischer Norm 455 (DIN EN 455)

Im Gesundheitswesen spielt die EN 455 Norm eine zentrale Rolle. Anders ausgedrückt: Einmalhandschuhe nach DIN EN 455 erfüllen spezielle Eigenschaften, um sich für die Anwendung im medizinischen Bereich zu eignen und zugelassen zu werden. Die Norm besteht aus vier Teilen.

1. Einmalhandschuhe DIN EN 455 - Dichtheit (EN 455-1):

Spezielle Tests überprüfen, ob der Einmalhandschuhabsolut dicht ist und keine Löcher aufweist. Treten keine Wassermoleküle aus unter Belastung, ist der Einmalhandschuh zugelassen.

 

2. Einmalhandschuhe DIN EN 455 - Physikalische Charakteristika (EN 455-2):

Um die speziellen Merkmale des Handschuhs zu ermitteln, erfolgt eine Messung der Außenmaße - zur Kontrolle der Größenstandards - und eine Kontrolle der Reißfestigkeit.

 

3. Einmalhandschuhe DIN EN 455 - Puder, Chemikalien, Endotoxine (EN 455-3):

Dieser Test prüft, ob und in wie weit sich in den Handschuhen zum einmaligen Gebrauch Endotoxine, Puder, Chemikalien oder auch lösliche Proteine nachweisen lassen dürfen. Einerseits ist die Menge des Puders vorgeschrieben – 2 bis 10 mg - und muss eingehalten werden, andererseits ist in puderfreien Einmalhandschuhen Puder bis zu maximal 2 mg erlaubt. Ein spezielles Verfahren nach ISO 21171 misst die vorgegebene Menge an Puder. Diese Norm schreibt weiter vor, die lösliche Menge Proteine auf ein möglichst geringes Maß zu minimieren. Wie die Proteinmenge, aber auch Naturkautschuklatex-Allergene und Aminosäuren gemessen werden, ist ebenso in diesem Abschnitt vorgegeben. Ein Beispiel zur Messung: die angepasste Lowry-Methode.

 

4. Einmalhandschuhe DIN EN 455 - Haltbarkeit (EN 455-4):

Im letzten Abschnitt der europäischen Norm 455 ist die Haltbarkeitsdauer von Einmalhandschuhen festgelegt auf – in der Regel - fünf Jahre nach Produktionsdatum. Diese Haltbarkeit der Einmalhandschuhe ist bereits direkt nach der Produktion feststellbar, indem mit einem Schnellverfahren getestet wird, wie lange der Handschuh haltbar ist. Dazu wird der Alterungsprozess in einem besonderen Ofen nachempfunden und der Einmalhandschuh danach mehreren Tests unterzogen. Bei sterilen Einmalhandschuhen werden selbige Tests auch nach fünf Jahren erneut am Produkt, aber auch an der sterilen Verpackung durchgeführt. Ebenso müssen die Angaben auf den Handschuhboxen entsprechende Kennzeichnungen tragen. Erst nach positiven Ergebnissen in allen vier Bereichen entspricht das Produkt der europäischen Norm 455.

 

 

5. Handschuhe gepudert oder ungepudert? Vorteile & Nachteile

Die gängigsten Materialien bei der Herstellung von Einmalhandschuhen: Vinyl, Latex oder Nitril. Egal welches Material dabei zum Einsatz kommt, es gibt sie jeweils als gepuderte oder puderfreie Varianten.

 

 

Einmalhandschuhe gepudert

- Der Vorteil von gepuderten Einmalhandschuhen ist, dass sie leichter und damit auch schneller an- und auszuziehen sind
- Das Puder absorbiert Feuchtigkeit und Schweiß
- Das Puder überträgt Proteine auf die Haut. Diese führt einerseits zu Hautirritationen und damit zur Auslösung von Handekzemen. Andererseits geraten beim Ausziehen  von gepuderten Latexhandschuhen Latexproteine in die Luft, werden eingeatmet und können so eine Reizungen der Schleimhäute zur Folge haben

 

Gepuderte Einmalhandschuhe sind ungeeignet für den Gebrauch in der Lebensmittelindustrie. Warum? Ganz einfach: Das Pulver kann auf die Lebensmittel gelangen und zu Verunreinigungen führen.

 

 

Einmalhandschuhe ungepudert – Für den sensiblen Hauttyp

- Puderfreie Handschuhe sind die erste und einzige Wahl bei der Arbeit mit Lebensmitteln.
- Puderfrei Handschuhe sind auch für Allergiker geeignet. Das Puder von gepuderten Handschuhen kann hingegen Hautreizungen zur Folge haben.
- Sie sind gesünder für die Haut, da keine Puderrückstände auf der Hand verbleiben. Die Haut wird so besonders geschont
- Besonders hygienisch

 

 

Handschuhe | Schutz- und Untersuchungshandschuhe – Komfortabel, sicher, hygienisch

Während des alltäglichen Einsatzes im medizinischen oder hygienischen Bereich besteht die Notwendigkeit von Einmalhandschuhen. Das GHC Sortiment deckt eben jenen Bereich mit medizinischen Untersuchungshandschuhen ab.

Die medizinischen Untersuchungshandschuhe überzeugen dabei durch ihre gute Passform und einen hohen Tragekomfort. Geeignet sind sie, je nach Produkt, für den sicheren Einsatz mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln oder den Kontakt mit anderen Chemikalien, für Reinigungsarbeiten, für die Arbeit mit Lebensmitteln oder zum Legen von einem Katheter. Verwendet werden sie dabei im Rettungsdienst, von Ärzten, von Friseuren, der verarbeitenden Industrie, in der Küche und der Gastronomie, der Altenpflege oder im Krankenhaus. Erhältlich sind die medizinischen Untersuchungshandschuhe der GHC in den Größen XS, S, M, L und XL in Blau, Weiß oder Transparent.

 

*https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Medientypen/BGW%20Broschueren/Hauterkrankungen_Hautschutz_Gesundheitsdienst_Download.pdf?__blob=publicationFile


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